Mikrosystemtechnik-Kongress 2009

Besucherrekord beim 3. Mikrosystemtechnik-Kongress

Über 1100 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Verbänden besuchten den dritten deutschen Mikrosystemtechnik-Kongress. Damit ist nach den bisherigen Kongressen in Dresden (1000 Teilnehmer) und Freiburg (800 Teilnehmer) trotz aktueller Wirtschaftskrise ein Besucherrekord gelungen.

Ob Mikromedizin, Brennstoffzellen oder intelligente Textilien - in allen wichtigen Hightech-Feldern ist heute Mikrosystemtechnik zu finden. „Dabei gehört Deutschland zu den weltweit führenden Forschungs- und Produktionsstandorten“, so Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, am 12. Oktober in seiner Eröffnungsrede.

Nach Schätzung von Experten sind in Deutschland 766.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit Mikrosystemtechnik verbunden. Damit ist der Beschäftigungseffekt dieser Schlüsseltechnologie noch größer geworden; im Vergleich zu 2005 arbeiten derzeit gut 45.000 Menschen mehr in diesem Bereich. Einer aktuellen Prognos-Studie zufolge werden bis zum Jahr 2020 zusätzliche 250.000 Arbeitsplätze erwartet.

So vielseitig wie die deutsche Mikrosystemtechnik-Szene war auch das Kongressprogramm. Aus der Rekordzahl von 303 Einsendungen im Call for Papers wählte das Programmkomitee 78 Vorträge und 143 Poster aus, komplettiert durch 20 Beiträge aus dem Rahmenprogramm „Mikrosysteme“, vier Keynotes und zwei BMBF-Zukunftsworkshops. In den Vortragspausen war Zeit für einen Besuch der 76 Aussteller, die ihre neuesten Entwicklungen zeigten.

Wie bei den Vorgängerkongressen nahm auch in Berlin das Nachwuchsthema einen hohen Stellenwert ein. Die VDE Young Net Convention mit 400 studentischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Preisverleihung im BMBF/VDE-Schülerwettbewerb „Invent a Chip“ bei der Eröffnungsveranstaltung gehören seit dem ersten Kongress zum festen Programm. Auf dem Schülertag des BMBF informierten sich 250 Schüler und Schülerinnen aus Berlin und Brandenburg in Einführungsvorträgen, Filmen und einer Ausbildungsbörse über Berufschancen in der Mikrosystemtechnik. Auch die in dem neuen Studenten-Wettbewerb COSIMA von MST-Nachwuchsforschern entwickelten Ideen stießen auf großes Interesse.

Als gemeinsame Veranstaltung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE, des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., wurde der Mikrosystemtechnik-Kongress von der VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik (GMM) und der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT) organisiert.

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