INVENT a CHIP

mobil in die Zukunft - Schülerinnen und Schüler entwerfen Mikrochips

logo Invent a Chip 2017Mobilität ist das aktuelle Thema von INVENT a CHIP. Die bundesweite gemeinsame Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 von allgemein und berufsbildenden Schulen. Die Jugendlichen beantworten 20 Fragen rund um Mobilität und Mikrochips und bewerben sich mit einer eigenen Idee für ihre Mikrochipentwicklung. Sie haben die einmalige Chance, ihre Projekte in echter Hardware mit FPGA-Boards und entsprechender Beschreibungssprache umzusetzen – und sie nicht mit den leichter zugänglichen Mikrocontrollern und Co. zu programmieren.

Die Komplexität und die für alle neue Herangehensweise ist eine große Herausforderung für die jungen Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren, doch das Interesse an diesem Expertenwissen ist ungebrochen.

2.150 Jugendliche nahmen 2017 an INVENT a CHIP teil, davon 30 Prozent Mädchen. Zehn Teams haben sich mit ihren Ideen für die viermonatige Praxisphase qualifiziert. Außer Konkurrenz ist in diesem Jahr zudem ein Schulteam mit dabei, das für ein umfangreiches quantenkryptografisches Experiment an seiner Schule ein FPGA-Board einsetzen möchte, um die Vielzahl an Daten schnell und zeitnah parallel auswerten zu können. In einem mehrtägigen Workshop lernten die Einzelteilnehmer und Teams von den Profis des Instituts für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Holger
Blume die Grundlagen des Chipdesigns. Im regen Austausch miteinander und mit den Experten aus Hannover arbeiteten sie in den folgenden Monaten zuhause an ihren Ideen und deren  Umsetzung sowie der Ansteuerung der entsprechenden Sensoren.

Die Siegerteams stellen ihre Projekte hier auf dem Kongress vor. Auf dem Eröffnungsabend erhalten sie ihre Auszeichnungen. Ihnen winken neben Geldpreisen die Aufnahme in das Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu
Industrie (z. B. ein mehrtägiges Praktikum bei Bosch in Reutlingen im Bereich Automotive Electronics) und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Fachmessen.
Ideen für eigene Chips, aber auch zur Mobilität waren gefragt: Nachhaltigkeit und Sicherheit sowohl im Verkehr als auch für alle Daten sind für die Schülerinnen und Schüler von INVENT a CHIP entscheidend für ein zukunftsträchtiges Mobilitätskonzept. Der Ausbau erneuerbarer Energien zur Versorgung von E-Mobilen, neue Energiespeichertechnologien, vernetzte Verkehrskonzepte unter stärkerem Einbezug von Fahrrädern, Demokratisierung in der Fortbewegung, autonome Fahrzeuge oder auch Ideen wie der Hyperloop – so beschreiben die Jugendlichen ihre Vorstellungen von der Mobilität der Zukunft.

Informationen zu INVENT a CHIP finden Sie unter www.invent-a-chip.de und auf Facebook unter www.facebook.com/inventachip